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Trentino

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Das Trentino schließt südlich an Südtirol an. Hier ist das Etschtal etwas breiter als weiter nördlich. Die Reben gedeihen hier auf insgesamt 10.000 ha, die sich im Unterschied zu Südtirol nun größtenteils auf dem flachen Talboden befinden und nicht an Hängen. Dennoch wurde auch jeder freie Hang erobert und Pergola reiht sich an Pergola. Hier konzentriert sich der Weinbau also in der Talebene, vereinzelt aber geht er auch bis in eine Höhe von 1.000 m.

Ähnlich wie in Südtirol hat auch das Trentin trockene Sommer und wenig Regen in der Wachstumsphase, doch ist das Klima durchschnittlich etwas wärmer: Das mediterrane Klima des Garadasees schlägt hier noch stärker zu Buche.

Das Trentino besitzt zwar doppelt so viel Rebfläche wie Südtirol, Winzerpersönlichkeiten wie beispielsweise Alois Lageder sind aber seltener – Elisabetta Foradori ist vielleicht eine Ausnahme -, da drei riesige Genossenschaften die Weinerzeugung dominieren.

Die wichtigsten Weißweinsorten sind Chardonnay und Pinot Grigio, die durchweg frisch und fruchtig sind (im Talboden etwas voller mit Steinobstaromen). Unter den Rotweinen hat Teroldego die Mehrheit, gefolgt von Marzemino, die nur im Trentin angebaut wird. Teroldego bringt dunkle Weine mit kräftiger Säure und leichter Bitternote. Marzamino blumig-fruchtige, bittere Herbe. Beide werden unter der DOC Trentino verkauft, es gibt aber auch eine DOC Teroldego Rotaliano.

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