Weinglossar

Spanien

Praktisch überall in Spanien wird Wein angebaut: Mit einer Rebfläche von ca. 1 Million Hektar ist Spanien das größte Weinanbaugebiet der Erde – liegt bei der erzeugten Menge (ca. 40 Millionen Hektoliter) jedoch deutlich hinter Italien und Frankreich (beide bei 45-46 Millionen Hektoliter). Das liegt insbesondere daran, daß Spanien mit Ausnahme des Nordwestens (Galizien) unter Hitze und Wassermangel leidet.

Trockene Böden können nur wenige Rebstöcke ernähren, weshalb sie in vielen Regionen weit auseinander stehend gepflanzt und traditionell zu niedrigen Büschen erzogen werden (Gobelet- oder Alberello-Erziehung). So ergibt sich eine geringere Menge bei der Lese.

Grob lassen sich drei Klimazonen in Spanien unterscheiden:

  • Nord- und Nordwestküste: gemäßigt-maritim, atalantisches Wettersystem mit viel Niederschlag
  • Ostküste: warmes, mediterranes Klima mit kühlen Meeresbrisen
  • Meseta Central (Hochplateau im Zentrum des Landes): heißes, kontinentales Klima (im Winter um den Gefrierpunkt, wenig Regen)

Spanien liegt insgesamt zwar in den wärmeren Breiten, aber gut 90 % aller Weingärten liegen höher – und damit kühler – als alle wichtigen französischen Weinregionen, was den Weinen ausreichend Säure verleiht und damit Frische erhält. Es gibt in Spanien nicht einen schiffbaren Fluß, das gleichen die Berge aus.Denn Spanien liegt durchschnittlich über 650 Meter und ist damit das höchste Land Europas nach der Schweiz (ähnlich wie Argentinien): Diese Höhe gleicht den Breitengrad aus, d.h. 100 Höhenmeter entsprechen temperaturtechnisch 200 Kilometer Entfernung vom Äquator: beides bedeutet etwa 1 Grad Celsius weniger (je höher und weiter weg vom Äquator, desto kühler).

Bei kalten Wintern und heißen Sommern, unter der die Reben ihre Arbeit oft einstellen und die Trauben nicht mehr weiter reifen, gilt es, im Frühherbst schnell genügend Zucker aufzubauen, bevor die Temperaturen wieder fallen.

Zwar kam bereits 1850 der erste „moderne“, im Barrique ausgebaute Rotwein auf den Markt – in Rioja, wohin viele Winzer aus dem Bordeaux aufgrund der Reblauskatastrophe emigrierten -, aber erst seit ca. 20 Jahren haben auch andere Regionen eine gute Stellung auf den internationalen Märkten. Der Wandel setzte 1995 ein, als die Weingesetze die Bewässerung erlaubten, obwohl sich das nur wenige Winzer leisten können. 37 % der Fläche in Spanien können bewässert werden – hier stiegen die Erträge drastisch.

Hinzu kam, dass in Gegenden wie La Mancha (mit ca. 170.000 Hektar die größte „Denominación“, wie die Appellationen genannt werden), die sich für maschinelle Ernte anbieten , nun auch die Erziehung an Drahtrahmensystemen eingeführt wurde. So begann vor etwa 20 Jahren eine qualitätsorientierte Modernisierung im spanischen Weinbau und die Zahl der qualitätsorientierten Denominaciónes steigt seither ständig, wobei es bei ca. 240.000 Winzern nur etwa 4.500 abfüllende Betriebe (oft Kooperativen) gibt!

Karte: © call-a-paella.de

Derzeit gibt es 68 Qualitätsanbaugebiete, die sich in 6 Gebieten mit 14 Regionen befinden. Die wichtigsten sind:

  • Oberes Ebrotal (Alta Ebro)
    • Rioja
    • Navarra
    • Carinena
    • Calatayud
    • Campo de Borja
    • Somontana
  • Baskenland
    • Chacolí de Guetaria
    • Chacolí de Vizcaya
  • Katalonien
    • Priorat
    • Penedes
    • Montsant
    • Balearen
  • Duerotal
    • Ribera del Duero
    • Cigales
    • Toro
    • Rueda
    • Bierzo
  • Nordwesten
    • Valdeorras
    • Ribeira Sacra
    • Ribeiro
    • Monterrei
    • Rías Baíxas
  • Levante
    • Valencia
    • Utiel-Requena
    • Alicante
    • Jumilla
    • Yecla
    • Bullas
  • Castilla-La Mancha
    • La Mancha
    • Valdepenas
    • Vinos de Madrid
    • Manchuela
  • Extremadura
    • Ribera del Guadiana
  • Andalusia
    • Málaga
    • Sierras de Málaga
    • Montilla-Moriles
    • Huelva
  • Kanaren

Die meisten Denominaciónes sind so groß, dass sie in unterschiedlichste Bedingungen und Böden eingeteilt werden können. Insbesondere sind das:

  • rote Lehmböden (ca. 50 %) mit Eisengehalt, die Wasser gut speichern, z.B. in Rioja, La Mancha, Extremadura, Penedes
  • kalkhaltige Böden wie beispielsweise der „Albariza“-Boden in Jerez (siehe Sherry), aber auch für die besten Tempranillos insbesondere im nordwestlichen Teil des Riojas (Rioja Alavese und Rioja Alta)
  • Schiefer im Priorat, wo er Garnacha mit mineralischen Noten ergibt und „Llicorella“ heißt, oder in El Bierzo, wo er fruchtige und mineralische Mencias ergibt
  • Schwemmland (Stein- und Sandböden in Flußnähe)
  • Granit in Galizien, beispielsweise in Rías Baíxas, wo er dem Albarino eine gute Säurestruktur gibt und Frucht
  • Vulkanische Böden, z.B. auf den Kanaren

Unabhängig aber von den Böden, definiert der „Consejo Regulador“ die Bedingungen beziehungsweise das „Reglemento“ für jedes „Denominación de Origen“-Gebiet (DOP): Rebsorten, Hektarertrag, Rebstockdichte und -schnitt, Herstellungsmethoden u.v.m. Erst nach der sensorischen Prüfung gibt er das Etikett frei. Die zentrale Behörde ist das „Instituto Nacional de Denominacónes“ (INDO).

Seit 2010 unterscheidet das spanische Weinrecht folgende Weingüteklassen:

  • DOP: Denominación de Origen Protegida, bisher: 17 Vinos de Pago, 2 DOCa, d.h. Donominación de Origen Calificada, 68 DOs
  • IGP: Indication Geografica Protegida, bisher 45 Vinos de la Tierra („Landweine“)
  • Vino (unterliegen keiner Hierarchie und sind auch nicht gereift)

Neben dieser hierarchischen Klassifikation gibt es in Spanien auch eine für die Reifung bzw. die Lagerung, d.h. Weine kommen in Spanien, anders als in Bordeaux mit seinem Subskriptionssystem schon trinkfertig auf den Markt:

  • Generico (entspricht „Joven„): Jahrgangswein bzw. Produkt ohne Marke
  • Vino de Crianza: „Crianza“ bedeutet „Erziehung“, das heißt diese Weine müssen mindesten 24 Monate gereift sein, davon 6 Monate im Barrique und 18 in der Flasche (in Rioja und Ribera del Duero gilt: 12 Monate im Barrique)
  • Vino de Reserva: Reifung 36 Monate, davon 12 im Barrique
  • Vino de Gran Reserva: Reifung 60 Monate, davon 18 im Barrique (in Rioja, Ribera del Duero und Penedes: 24 Monate)

Seit der Einführung des modernen Weinbaus steigt der Anteil an Qualitätsweinen in Spanien. Er liegt inzwischen bei rund 50 % der Fläche bzw. 30 % der Weinproduktion. Überraschenderweise sind etwa die Hälfte davon Weißweine, 27 % Rotweine und 23 % Roséweine. Jährlich werden auch etwa 31 Millionen Flaschen „Cava“ erzeugt (93 % davon durch Freixenet, das sich zu 51 % im Besitz von Henkel befindet). Damit ist Spanien nach der Champagne der größte Schaumweinproduzent der Welt!

Folgende Rebsorten werden am häufigsten in Spanien angebaut:

  • Airén (22,3 %)
  • Tempranillo (20,8 %, wird auf ca. 200.000 Hektar angebaut – auf einer Fläche also, die fast doppelt so groß ist wie die Gesamtanbaufläche in Deutschland!)
  • Bobal (6,4 %)
  • Garnacha (6,4 %)
  • Viura (4,7 %)
  • Monastrell (4,4 %, Monastrell = Mourvèdre)
  • Tintorera (2,7 %, = Färbersorte wie Alicante Bouschet)
  • Pardina (2,6 %)
  • Restliche Sorten: 29,7 %

Anbauregionen

Alta Ebro

Der Ebro fließt von der kantabrischen Kordillere im Norden südostwärts, bis er in Katalonien das Mittelmeer erreicht. Mit insgesamt 910 Kilometer Länge ist er nach dem Tajo (portugiesisch: Tejo) der zweitlängste Fluß in Spanien. Sein Oberlauf umfaßt folgende Gebiete (DOs):

  • Navarra
  • Rioja
  • in Aragón:
    • Campo de Borja
    • Calatayud
    • Carinena
    • Samontana

Anders als in den berühmten Nachbarregionen Navarra und Rioja gedeihen die Rebstöcke in Aragón nicht so gut: Im Westen von Somontana bspw. verhindert der raue Atlantikwind ein Gedeihen von Reben, im Süden liegt Wüste mit salzigen Böden.

In Campo de Boja bringen hoch gelegene Buschrebenpflanzungen von Tempranillo und Garnacha preiswerte, saftige Rotweine hervor (in Eiche ausgebaut). Das kontinentale Klima und ein kalter, trockener Nordwestwind („cierzo“) sind dabei hilfreich. Das Klima ähnelt dem in der DO Carinena, wo ebenfalls fruchtige, junge Garnacha-Weine entstehen, ebenso in der DO Calatayud.

Die junge Do Somontana, was „am Fuße der Berge“ bedeutet, repräsentiert gewissermaßen das „internationale Spanien“: Auf Initiative der Regionalregierung werden hier seit Ende der 1980er-Jahre auch internationale Rebsorten angebaut. Die Anbaufläche hat sich hier bis 2011 auf fast 4.750 Hektar verdoppelt. Mildes Klima und mehr Regen als auf der iberischen Meseta üblich begünstigen den Weinbau hier.

Die Reblächen der DO Navarra erstrecken sich zischen der nord-östlichen Grenze zu Rioja bis in die Ausläufer der Pyrenäen. Das Klima in Navarra besteht aus drei Subzonen:

  • der Nordwesten genießt atlantische Klima, während
  • der Nordosten kontinental geprägt ist.
  • Im Süden, östlich von Rioja Baja, ist das Klima mediterran und der jährliche Niederschlag unterschreitet das anerkannte Minimum von 500 Milimeter pro Jahr.

Es gibt also Unterschiede zwischen dem kühlen und gebirgigen Norden (750 Meter hoch) und den wüstenartigen, trockenen und flachen Subzonen im Süden, wo häufig auch Merlot angebaut wird, während im Norden bspw. auch Chardonnay (in einem ähnlichen Stil wie in Pouilly-Fuissé, durch die Kühle, die von den Pyrenäen herunterströmt und einen fruchtig-opulenten Stil erzeugt).

Navarra ist seit 1975 eine DO. Auf 11.400 Hektar werden insgesamt 460.000 Hektoliter Wein erzeugt, vorwiegend Rotwein aus Tempranillo, der aber auch mit anderen Rioja-Sorten (sowie Cabernet Sauvignon und Merlot) verschnitten wird. Die Weinstile reichen von preisgünstigem „Generico“ bis zur „Gran Reserva“ der Spitzenqualität.

Daneben werden aber auch Rosés aus Garnacha erzeugt. Sie wird früh gelesen, solange sie noch hohe Säure und geringe Zuckerwerte aufweist (ingesamt ca. 1/3 der Produktion). Sie werden nur mittels Saignée-Verfahren bzw. „free-run-Moste“ hergestellt, wodurch einfache, erfrischende und fruchtige Weine mit mittlerem Alkohol entstehen (sehr weicher Stil, der bspw. zu gefüllter Paprika paßt).

Weißweine machen nur einen geringen Teil der Produktion aus und sind meist aus Viura, aber auch Chardonnay und Sauvignon Blanc erzeugt.

Dem Rioja ist ein eigener Eintrag im Weinglossar gewidmet.

Baskenland

Chacolí de Guetaria, auf baskisch Getariako Txakolina genannt, und Chacolí de Vizcaya (Bizkaiko Txakolina) sind die beiden kleinen DOs des Baskenlandes im Norden Spaniens, am Golf von Bizkaya. Das Gros der Weine aus den beiden Appellationen ist Weißwein und wird aus der authochthonen Rebsorte Ondarribi Zuri gemacht. Sie zeichnet sich durch Mineralik, eine frische Säure und Aromen grüner Äpfel aus – wird allerdings nur in so geringen Mengen hergestellt, dass sich ein Export praktisch nicht lohnt und die Weine entsprechend vornehmlich vor Ort getrunken und in Bechergläsern serviert werden. Da allerdings passen sie hervorragend zur baskischen Küche, die gleichzeitig vom Meer und vom hügeligen Landesinneren beeinflusst ist und sich inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat: Nirgends auf der Welt ist die Dichte an Sternerestaurants größer als in der Region um Bilbao.

Catalunya

Katalonien ist mit ca. 60.000 Hektar eine der größten Regionen Spaniens und nimmt die Nordostecke des Landes ein. Ein Gros der Rebflächen konzentriert sich auf ein Gebiet südlich von Barcelona, das die Küstenebene und die angrenzenden Hügel im Westen umschließt. Katalonien liegt auf derselben Höhe wie die Toskana und wird im Norden durch die Pyrenäen geschützt. Allerdings bieten sich zwischen den mediterranen Bedingungen an der Küste und dem subalpinen Klima im Norden viel Raum für unterschiedlichste Weine.

Katalonien verfügt über 10 Anbauzonen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung sowie 2 generische DOs (Cava und Catalunya), außerdem gehören auch die Balearen mit 2 DOs zu Katalonien (Weine aus den beiden mallorquinischen Denominaciónes Binissalem und Plà i llevant werden zu 86 % auf der Insel getrunken). Die wichtigsten sind:

  • Priorato
  • Penedès
  • Montsant

Penedès erstreckt sich von der Mittelmeerküste bis auf 800 m hinauf in die Hügel, entsprechend unterschiedlich sind die jeweiligen klimatischen Bedingungen und Weinstile. Überwiegend erzeugt aber werden hier Weißweine, insbesondere die für die Cava-Produktion benötigten Sorten Macabeo, Xarel-lo und Parellada. Internationale Sorten sin in Penedès verbreiteter als im übrigen Spanien.

Insbesondere Miguel Torres hat Penedès und Katalonien seit den 1960er-Jahren international bekannt gemacht. Seine Flächen sind mit Chardonnay, Riesling, Sauvignon Blanc, Cabernet Sauvignon, Merlot, Pinot Noir sowie den traditionellen Sorten bepflanzt. Die 1999 gegründete DO Catalunya als generische DO wurde in erster Linie wegen Torres eingeführt, um dem expandierenden Unternehmen die zu enge Denominación Penedès für ihre Einstiegsweine zu öffnen.

Fast alle Cava Spaniens, nämlich 98,2 %, werden in Catalunya produziert – und hier insbesondere in Penedès. Daneben aber entsteht Cava auch noch in anderen Gebieten (z.B. Rioja und Valencia), sie ist also eine DO aus nicht zusammenhängenden Gebieten. In Katalonien konzentriert sich die Produktion größtenteils rund um die Stadt Sant Sadurni d`Anoia. Die drei zugelassenen traditionellen Traubensorten für den Schaumwein sind:

  • Macabeo (= Viura): steuert Säure und Frucht bei
  • Parellada: aus dem Hochland, für Eleganz und Mineralität
  • Xarel-lo: eine hochwertige Traubensorte, die Struktur und Farbe bringt sowie erdige und gelbruchtige Aromen

Diese drei Rebsorten wachsen auf 33.000 Hektar (in der Champagne sind es im Vergleich 35.000 Hektar, im Prosecco-Gebiet sind es 7.500 Hektar) mit Kalk- und Lehmböden. Die Chaptalisation ist gesetzlich verboten und es wird auch kein BSA beim Grundwein gemacht, um die geringe Säure zu erhalten (das ist ist in der Champagne teilweise anders). Während bei anderen Schaumweinen rote Rebsorten praktisch immer weiß gepresst werden, besteht der Cava nur aus Weißweinrebsorten. Wie deutscher Sekt muß er auch mindestens 9 Monate in der Flasche reifen (Hefekontakt), Reservas 15 Monate und Gran Reservas 30 Monate. Einzellagen-Cavas sogar 36 Monate. Cava ist nicht so säurebetont wie Champagner.

Montsant umschließt die kleinere, aber hochwertigere DOCa Priorat im Westen und schützt es so. In Montsant entstehen konzentrierte Rotweine aus einer Vielzahl von Rebsorten, doch fehlt dem Gebiet der ausgezeichnete Boden des Priorat. Hauptrebsorten sind Carinena, Garnacha und Syrah. („Montsant“ ist eigentlich ein kleiner Ebro-Nebenfluß.)

Das Priorat ist neben Rioja die zweite DOCa in Spanien. Die Weinberge des Priorato liegen in einem hügeligen Gebiet im Landesinnern, innerhalb der Provinz Tarragona (einer Hafenstadt mit eigener DO südlich der DO Montsant) und ist umgeben von der Serra de Montsant. Es umfaßt 1.725 Hektar steiler, vulkanischer Hanglagen, besonders ist jedoch der „llicorella“ genannte Boden aus dunkelbraunem Schiefer mit glitzerndem Quarzit. (Die Llicorella verhindert, daß man im Priorat Erde sieht. Diese „wandert unvermittelt ins Glas“: Die Weine schmecken mitunter fast petrolig und asphaltig.) Er reflektiert und speichert die Wärme, kann aber während der gesamten Wachstumsperiode auch ausreichend Wasser speichern. Das ist wichtig, weil der jährliche Niederschlag bei kaum 400 Milimeter liegt. Kühle Nächte sorgen für eine Linderung der Hitze im Sommer.

Aufgrund der steilen Hänge betreibt man im Priorat Terrassenweinbau. Die Reben werden als Busch erzogen. Im Norden des Priorat, in Umbrias, sind die Weinberge nach Nord-Ost ausgerichtet, um in der Hitze nicht auch noch der direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt zu sein; Hier wächst eleganter Garnacha – insbesondere in den bis zu 1.000 m hoch gelegenen, kühleren Dörfern. Im Süden, in Sodanos, wächst Carinena, die mit Abstand häufigste Rebsorte in Catalunya.

Weinbau im Priorat ist aufwendig. Der geringe Nährstoffgehalt und das Alter der Reben lassen nur geringe Erträge zu (teilweise nur 12 hl/ha bei einer Rebdichte von durchschnittlich 5.000 Stöcken pro Hektar). Deshalb sind Priorat-Weine teuer, obwohl fast nur generische Weine erzeugt werden.

Roter Priorat ist, anders als Burgunder, wuchtig und muskulös. Er ist in der Regel dunkelrot und tanninstark mit mittleren bis hohem Alkohol-Gehalt und konzentrierten Aromen schwarzer Frucht – oft mit französischer Eiche. Im übrigen Spanien wird massiv auf amerikanische Eiche gesetzt: Sie ist günstiger, da sie viel schneller wächst, und macht sich bisweilen durch prägnante Vanille- und Kokosnoten bemerkbar.

Duero-Tal

Die Mehrzahl der Weingärten von Kastillien und Léon liegt hoch am Oberlauf des Duero, der in den Bergen südlich von Rioja entspringt und bis nach Portugal fließt, wo er Douro genannt wird. Der Duero entwässert die Meseta Central im Norden. An seinen Ufern liegen die DOs:

  • Ribera del Duero
  • Cigales
  • Rueda
  • Toro
  • Bierzo

An den Ufern des Duero, der Ribera del Duero, reifen einige der größten und teuersten Rotweine Spaniens. Sie waren noch vor 30 Jahren kaum bekannt, machen heute aber Rioja den Rang streitig. Seit 1982 DO, gibt es dort heute ca. 200 Bodegas.

Ein Kranz von Bergen schottet Ribera del Duero gegen jeglichen Meereseinfluß ab. Die Sommer sind kurz, heißt und trocken, die Winter lang und frostkalt (auch die Gefahr von Spätfrosten im Frühjahr besteht immer). Die Nächte sind hier in 850 Metern Höhe kühl – und die Weine entsprechend mit besonders lebendiger Säure beseelt.

Derzeit stehen 20.000 ha unter Reben, also etwa 1/3 von Rioja. Auf den meisten gedeiht Tempranillo, der hier „Tinto fino“ oder „Tinto del Pais“ genannt wird. Daneben gibt es die internationalen Sorten Cabernet Sauvignon, Merlot, Malbec, aber keine Weißweine, außer Albarino zum Nachsäuern (maximal 1 %).

Die dickschalige Tempranillo-Trauben erbringen in heißen Klimata ohne deutliche Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht mitunter Weine, denen zur idealen Ausgewogenheit die nötige Säure fehlt. Deshalb liefert sie bessere Ergebnisse dort, wo sommerliche Temperaturen durch das Meer oder die Höhe gemildert wird – wie auf dem breiten Hochplateau von Ribera del Douro, wo Tempranillo auch oft reinsortig ausgebaut wird (und auch „süssere“ Tannine hat).

Tempranillo heißt übersetzt: das „Frühchen“, d.h. er hat einen kurzen Wachstumszyklus und gedeiht auf kargen Höhenlagen am Besten. Er hat Aromen von Kirsche, Brombeere, Pflaume, ist keine tanninreiche Sorte und hat eben von Natur aus wenig Säure und Glycerin (das für geschmeidigeren Alkohol sorgt). Heute ist man bestrebt, die Fruchtaromen und Tannine zur Geltung zu bringen, d.h. man maischt lange ein und läßt sie relativ kurz reifen. Oft liest man auf dem Etikett „Roble“ für Eiche: einen solchen Wein läßt man 1 Monat in Eiche – es handelt sich insofern um einen „aufgepeppten“ Rotwein, im Gegensatz zu einem „Madurado“, einem gereiften Wein (wie in Rioja).

Den ersten Beweis, daß Ribera del Duero das Zeug zu finstem Rotwein hat, lieferte Vega Sicilia: Seine Flächen wurden um 1860 bestockt, zu einer Zeit, als Rioja unter den Einfluß von Bordeaux geriet. Der Keller, ein alter Stollenkeller, wurde 1864 in Kalksteinhügel in 730 m Höhe am Südufer des Duero aus der Taufe gehoben. Man importierte internationale Sorten aus Bordeaux und Tinto fino sowie Garnacha. Für die legendäre Reserva „Unico“ wird nun ungepresster Vin de Goutee verwendet, den man 15 Tage vergät bzw. bis zu 6 Jahren in verschiedenen Fässern reif, den „Valbuema“ bis zu 5 Jahre.

In der DO Cigales nördlich des Duero wird neben preiswerten Rosados auch guter Rotwein aus Tempranillo hergestellt, der hier auf felsigen Böden und einem trockenen, rauen Klima auf 560-800 m mit wenig Niederschlag wächst. Dürre und Fröste sind hier das Hauptproblem, Funghizide sind selten nötig. Cigales liegt höher und ist kühler als das südwestlich gelegene Toro, weshalb seine Weine auch gelegentlich mehr Struktur haben. Rund 40 Kellereien sind hier aktiv.

Zwischen Ribera del Douro im Osten und Toro im Westen gelegen, unterscheidet sich die DO Rueda von seinen Nachbarn dadurch, daß hier auf den etwa 15.000 Hektar saftige, aromaintensive Weißweine angebaut werden. Seit 1980 ist Rueda eine Denominación. Sie besteht aus 74 Ortschaften im Gebiet Kastilien-Léon, mit Valladolid als Provinzhauptstadt, und ist auf einer Hochebene in 700-800 m Höhe gelegen. Hier herrscht ein markantes, hartes, kontinentales Klima mit langen, kalten Wintern und kurzen Frühjahren (mit Nachtfrösten), sowie trockenen und heißen Sommern mit viel Sonne (durschnittlich 2.600 h/Jahr). Übers Jahr fallen hier nur 300-500 mm Niederschlag, weshalb sich die Rebstöcke tief ins Erdreich verwurzeln müssen. Die hohe Kontinentalität (über den Tag bis zu 25 Grad) sorgt für ein Gleichgewicht zwischen Zuckergehalt und Säure und ist ideal für die autochthone Rebsorte Verdejo.

Verdejo ist eine Kreuzung, an der unter anderem der Traminer beteiligt ist, wie auch bei der Sauvignon Blanc, die in Rueda ebenfalls auf 750 Hektar angebaut wird. Verdejo ist zwischen 1050 und 1100 in Spanien aufgetraucht und zeigt kräuterige, würzige Aromen (Fenchel, Brennessel), sowie Stachelbeere, vegetabile Noten und hat eine leichte Bitternote (Apfelkerne), die aber nicht mit der grasigen Note des Sauvignon Blanc verwechselt werden darf. Ihm gegenüber hat Verdejo einen schlankeren Körper und viel Säure. Das Klima der Hochebene sowie die lange Sonnenscheindauer von 2.600 Stunden begünstigen eine langsame und späte Reifung der Trauben und verhelfen zu einer exzellenten Säurestruktur und Extrakt.

Die armen Böden von Ruedo sind neben dem Klima der zweite Faktor für die Identität der Weißweine. Rueda erstreckt sich nördlich und südlich entlang des Duero und ist geprägt von Schwemmlandböden und Kiesterrassen. Braune Böden wechseln sich mit Steinböden ab (teils sandig, teils lehmig), was einem typischen Schotterboden entspricht. In höheren Lagen dominiert Kalk, der den Weinen eine mineralische Stuktur verleiht.

Erzogen werden die Reben in Rueda hauptsächlich am Drahtrahmen, weshalb auch maschinell gelesen werden kann – angepaßt an den jeweils perfekten Lesezeitpunkt: Da die Verdejo-Trauben ihre Säure gut halten und nich an Frische verlieren, können sie zu Entwicklung ihres vollen Mineralpotentials später gepflückt werden als der einfachere Sauvignon Blanc. Vergoren werden die Trauben dann bisweilen Nachts in Stahltanks (temperaturkontrolliert) mit Vorklärung und Filtration. Bisweilen geht es bei generischen Weinen darum, die primären Fruchtaromen zu erhalten, es gibt aber auch vollere, fassvergorene Versionen.

In Rueda gibt es keine Klassifizierungen, sondern Typen:

  • gelbes Etikett: Rueda (muss mindestens 50 % Verdejo enthalten und 11 % Alkohol haben)
  • rosa Etikett: Rueda Verdejo (muss mindestens 85 % Verdejo enthalten und 11,5 % Alkohol aufweisen)
  • oranges Etikett: Rueda Dorado (ein auf 15 Vol. % aufgespriter Wein)
  • grünes Etikett: Rueda Sauvignon (mit mindestens 85 % Sauvignon Blanc)

Wie auch in den anderen Duero-DOs wurde auch in Rueda das Potential der Weine für den internationalen Markt von Personen von Ausserhalb erkannt: Hier war es Marqués de Riscal aus Rioja, der bereits in den 1970er-Jahren seine Weißwein-Produktion hierher verlegte und in moderne Technologien investierte. Auf 220 Hektar produziert Marqués de Riscal beispielhalften Verdejo und Sauvignon blanc.

Aus dem Bordeaux ist 1994 Didier Belondrade (mit seiner inzwischen geschiedenen Frau Brigitte Lurton) nach Rueda gekommen. In seinem Weingut entsteht als Hauptwein ein fassvergorener Verdejo mit viel Körper und ausgeprägten Röstaromen, sowie schöner Balance zwischen cremiger Reife und Frische.

In der DO Toro herrscht vielleicht das heißeste Klima der kastilischen Denominaciónes. Die hier vorwiegend aus Tempranillo erzeugten Rotweine galten als rustikal und kraftvoll mit intensiven Fruchtaromen und bisweilen viel Alkohol. Der Schlüssel zur Qualität liegt wie auch in den anderen DOs in der Höhe von 750 m und ist ein Ergebnis der hohen Temperaturen, der Sonne, und der geringen Erträge der Buschreben: Die Winzer können darauf zählen, daß kühle Nächte Farbe und Aromen, die die Trauben an den glühenden Sommertagen auf den roten Ton- und Sandböden aufbauen „fixieren“.

Die extrem niedrige Pflanzdichte ist dem wüstenähnlichen Klima mit unter 400 mm Regen im Jahr geschuldet. Ein Teil der „Tinta da Toro“ (aus Tempranillo), die auf 85 % der Rebfläche wächst, wird durch Kohlensäure-Maischung (Maceration Carbonique) schnell vinifiziert und jung und saftig verkauft (Joven ist in der Regel mit Garnacha-Anteil). Das Gros aber baut man in Eiche aus, Riservas mindestens 12 Monate. Sie sind dunkel und tanninstark und haben ein gutes Reifepotential.

Die DO Bierzo liegt zwar noch in Léon, aber nicht im Duero-Tal, sondern weiter nördlich in den Bergen, in einem Talkessel an der Grenze zwischen Galizien und der Meseta Central. Etwa 4.300 Hektar Rebfläche werden hier bewirtschaftet. In der vornehmlich auf Rotweine konzentrierten DO herrrscht gemäßigtes, feuchteres Klima, das bereits vom nahen Atlantik und seiner kühlenden Wirkung geprägt wird. Hier herrscht also, anders als im Duero-Tal, kein Hochland-Klima: die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 800 mm, die Durchschnittstemperatur beträgt 13 Grad mit etwa 2.700 Sonnenstunden jährlich. Bierzo befindet sich gewissermaßen an einer Schnittstelle zwischen der kastilischen Fleischküche und der atlantischen Fischküche – das kantabrische Gebirge fungiert als Klimascheide.

Die Hauptrebsorte in Bierzo ist die rote Mencia, die elegante Weine mit viel Säure und rotfruchtigen, balsamischen Aromen sowie wenig massives Tannin bringt. Sie ist üppig und extraktreicht, leicht kräuterig mit feinen Bitternoten (weniger Säure als in Galizien, weniger Körper als im restlichen Kastilien-Léon). Mencia steht in Spanien auf insgesamt 11.300 Hektar, insbesondere in Bierzo (3.000 ha), aber auch in Ribeira Sacra, Rías Baíxa und Valdeorras. Sie liegt an 9. Stelle der meistangebauten Rebsorten Spaniens.

Auf den Mencia-Weinbergen in Bierzo, die auf 400-1.000 m Höhe liegen, stehen bis zu 70 % alte Reben. Die Rebbergsböden an den Bergtälern bestehen aus Sedimentgestein, Granit und Schiefer, in der Talebene herrscht Schwemmland vor.

Fasziniert von den hier untypischen Schieferterrassen, haben sich Alvarao Palacios und sein Neffe Ricardo hier betätigt und den Mencia bzw. das Bierzo international bekannt gemacht. Sie arbeiten hier mit 140 Winzern zusammen, die 450 Weinberge bewirtschaften. Im Gegensatz zur früheren Generation konzentrierter, starker Weine, und um die durftenden Noten roter Früchte (Kirsche) zu erhalten verzichtet Alvaro Palacios auf den Einsatz neuer Eiche.

Nicht alle der inzwischen über 70 Kellereien produzieren auf dem selben Niveau, aber Raúl Pérez gehört dazu. Auch er versucht, die Lebendigkeit und animierende Frische, wie sie auch Burgund-Liebhaber suchen, zu bewahren. Mächtige Weine für Bordeaux-Trinker sind eher aus Tempranillo und kommen aus Toro und Ribera del Duero.

Nordwesten

Im Nordwesten Spaniens liegt die Region Galizien mit der Hauptstadt Santiago de Compostela. Der Name „Galizien“ kommet vom keltischen Volk der Gallaeker, die im Altertum hier siedelten. Infolge des atlantischen Einflusses ist Galizien kühler und nasser als der Rest des Landes. Daher kommen von hier viele der besten spanischen Weißweine.

Fast alle spanischen Weißweine müssen aufgesäuert werden – nur in Galizien nicht. Weiter westlich, im Grenzgebiet zu Léon, wird auch erfrischender Rotwein angebaut. Folgende Denominaciónes findet man hier:

  • Valdeorras
  • Ribeira Sacra
  • Ribeiro
  • Monterrei
  • Rías Baixas

Die DO Valdeorras ist eine sehr gebirgige Region mit atlantischem Klima und kargen Böden: Unter einer sandigen Oberfläche befindet sich pures Granit. Entsprechend hat sich Valdeorras mit frischen, spritzigen Weißweinen aus der Godello-Traube einen Namen gemacht. Viele alte Reben (50-100 Jahre alt) stehen hier, bspw. in den Bodegas Valdesil, einem Bioweingut, dass einen sortenreinen Godell mit Aromen von Birne mit präsenter Säure, Lindenblüten-Aromen sowie nussigen Noten erzeugt. Aber auch Rotweine aus Mencia und autochthonen galizischen Rebsorten bauen sich einen guten Ruf auf.

In der DO Ribeira Sacra wird unter archaischen Bedingungen auf steilsten Schieferterrassen über zwei Flüssen interessanter Rotwein und guter Godello angebaut.

Die DO Ribeiro weiter westlich an der Grenze zum Vinho-Verde-Gebiet in Portugal ist für seine leichten, fruchtigen Weißweine bekannt (belieferte England bereits im Mittellalter). Der trockene Weißwein wird meist aus Albarino, aber auch aus portugiesischen Sorten gekeltert.

Direkt an Portugal grenzt auch die sehr kleine DO Monterrei, die Weißweine aus den beiden Hauptrebsorten Godello und Donna blanca produziert. Bei den Rotweinen wird die fruchig duftende Mencia wiederbelebt. Ein führender Vertreter hier ist Quinta da Muadella.

Die DO Rías Baíxas gilt als das beste Weißweingebiet Spaniens. Die Landschaft hier unterschiedet sich vom übrigen Spanien: „Rías“ sind flache Fjorde, die die Küstenlandschaft prägen – und verdeutlichen, dass dieses Weinanbaugebiet direkt am Meer liegt. Hier herrscht ein gemäßigtes, feuchtes, atlantisches Klima, wobei die feuchten Brisen vom Meer, der Nebel und der viele Regen in der Region (1.500 mm) den Granitboden über Jahrmillionen haben verwittern lassen, sodaß er porös geworden ist (ähnlich wie Sandstein). Diese Böden, auch „Xabre“ genannt, eignen sich in Verbindung mit dem kühlen Klima perfekt für den Anbau von Weißwein, insbesondere von Albarino. Aus ihm werden sehr frische, mineralische Weine gemacht mit hoher Säure und tiefem ph-Wert (3,2), also hohem Alterungspotential. Auf 4.000 von insgesamt 4.100 Hektar wird Albarino angebaut, die dank der von Natur aus kräftigen Säure und der reifen (gelben) Steinobstaromen ohne Eichennoten bereitet wird. Verboren wird temperaturkontrolliert im Stahltank, oft wird aufgrund der hohen Säure ein BSA durchgeführt und gelegentlich der Hefesatz aufgerührt. Albarino ist dickschalig und widerstandsfühig gegen Pilzerkankungen. Er hat Apfelsäurewerte, die an Riesling herankommen, weshalb er auch oft mit ihm verglichen wird (ähnelt einem schlanken Riesling von der Mosel).

In Rías Baíxas herrscht ein feuchtes Klima, aber praktisch kein Frost. Rebkrankheiten wie Mehltau und Fäulnis sind wegen der Feuchtigkeit jedoch ein häufiges Problem. Deshalb wurden die Reben früher als Pergola erzogen (heute viel Drahtrahmen) um die Luftzirkulation zu begünstigen. Die Stöcke stehen in grossen Abständen und ranken sich oft an Granitpfosten, was den Weinbau sehr unwirtschaftlich macht.

Levante

Als Levante bezeichnet man die Region an der Mittelmeerküste südlich von Katalonien zwischen Valencia im Norden und Murcia im Süden. Die Levante umfaßt folgende 6 DOs:

  • Valencia
  • Utiel-Requena
  • Alicante
  • Yecla
  • Jumilla
  • Bullas

In vielerlei Hinsicht haben die Weingärten im Hinterland der zentralen Mittelmeerküste noch schnellere Fortschritte gemacht als der Norden: Die Levante stand lange im Ruf nur schwere Massenweine für den schwindenden Exportmakt liefern zu können, doch frische Investitionen und die Einführung moderner Methoden ließen in einigen DOs fruchtige und stilvolle Rotweine aufkommen. Bewußt kräftigere, süsse Weine werden zwar weiterhin bereitet, die besten können aber mit den superreifen „Premium“-Weinen aus Kalifornien oder Australien konkurrieren, wobei einheimische Trauben meist mit internationalen Verschnitten werden.

Die DO Valencia liegt im Norden der Levante – die Stadt ist mit seinem Hafen ein wichtiger Umschlagplatz für alle Weine aus der Levante. Die mit 13.000 Hektar weit ausgedehnte DO ist eine Quelle für Weine mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Hier wachsen viele unterschiedliche lokale und internationale Rebsorten, wobei bei den Rotweinen Monastrell (Mourvèdre) am verbreitetsten ist und bei den Weißen die alkoholstarke Lokalsorte Merseguera. In Valencia werden die Weine mitunter noch in Tonamphoren, sogenannten „Tinajas“ ausgebaut. Valencia ist auch bekannt für süsse Moscatels de Valencia, einem gespriteten Süßsein aus Muscat d`Alexandrie.

Landeinwärts hinter Valencia stößt man auf die DO Utiel-Requena, ein hügeliges Gebiet auf ca. 750 m Höhe, dessen dunklen Trauben – allen voran Bobal, eine fleischige, beinahe schwarze Traube mit viel Säure und wenig Alkohol und Spaniens zweithäufigste nach der Tempranillo. Früher wurde Bobal als Färbertraube verwendet. Dazu vergor man jeden Posten mit der doppelten Menge Schalen, um ihnen möglichst viel Farbstoffe und Tannin zu entziehen (Vino de doble pasta). Das Nebenprodukt, der helle Ablaufmost ohne viel Schalenkontakt, ergab eine weitere Spezialität, einen rassigen, hellen Rosado, der eher dem modernen Geschmack entspricht. Inzwischen aber machen einige Winzer deutlich, daß auch Bobal bei korrekter Behandlung durchaus interessante Weine liefert, zumal die Haut eigentlich dünn ist.

Die DO Alicante umfasst Küstenweinberge für süßen Moscatel und Hügelflächen für Rote, Vino de doble pasta und Rosadas gleichermaßen. Lokal begrenzt wird etwas Weißwein (relativ teuer) produziert. Im heißen und trockenen Alicante war Enrice Mendoza mit Weinen konstanter Sätrke, aber variierender Süße der Vorreiter, dem alle folgten. Die Bodega Enrice Mendoza ist ein mittelgroßer Betrieb, der einen internationalen Rotweinstil favorisiert und körperreiche Cabernet Sauvignon, Merlot, Shiraz, Petit Verdot, französische Mischungen sowie natürlich Moscatel bereitet.

Hinter Alicante in der Provinz Murcia liegen die DOs Yecla, Jumilla und Bullas. Während in Bullas viele Rosé erzeugt werden, versuchen die jeweiligen Genossenschaftskellereien im kargen Hochland der DO Yecla, insbesondere aber in der wichtigsten Monastrell-Denominación der Welt, der DO Jumilla, ihrem tintigen Material moderne Aspekte abzuringen. Monastrell (Mourvèdre) ist eine dickschalige Traube, die gut mit Trockenheit zurecht kommt und viel Hitze und Sonne braucht. Sie erbringt dunkle, körperreiche Weine mit viel Tannin und Alkohol bei eher geringer Säure (weshalb sie mitunter auch mit Bobal verschnitten wird). Von der Aromatik her dominieren reife Brombeere. Die meisten Monastrells sind jugendlich-frisch und reifen perfekt im heißen, trockenen Klima von Jumilla.

Bodegas wie Casa Castillo in Jumilla haben gezeigt, dass selbst sortenreiner Monastrell zähmbar ist und mit unerwartetem Alterungspotential überraschen kann. Die Bodega ist ein Traditionsweingut, daß in den 1990er-Jahren umstrukturiert und zum Teil mit internationalen Sorten wie Cabernet und Syrah neu bepflanzt wurde.

Wie Casa Castillo Jumilla bekannt machte, machte Ramon Castano Yecla international bekannt, nachdem man in der Region bei Valencia die Rebfläche von über 20.000 ha auf rund 11.500 reduziert hat. Das Klima ist wie in der gesamten Region trocken, hier vielleicht noch etwas kontinentaler als in den anderen DOs. Nur 4.600 ha sind DO (seit 1975). In Yecla gabs nie die Reblaus, d.h. 40 % der Rebstöcke sind wurzelecht.

Castilla-La Mancha

Südlich von Madrid liegt die Meseta Central, eine Hochebene, auf der man auf 440.000 ha (!) die mit Abstand größte Weinbergsdichte Spaniens findet. Fast die Hälfte der gesamten Weinproduktion Spaniens kommt aus diesem weiträumigen Gebiet, wobei nur 18 % der Gesamtproduktion auf Flaschen abgefüllt werden – Castilla-La Mancha ist der größte Fasswein-Produzent der Welt und auch die 3 größten Kooperativen der Welt befinden sich hier. Jedoch hat sich in den letzten 20 Jahen einiges getan: Mit Spaniens Beitritt zur EU wurden die traditionellen Genossenschaftskellereien mit der Realität des modernen Marktes konfrontiert: War die einsame Hochebene lange Zeit ein Anbaugebiet für billige Massenweine aus der weißen Airén-Traube (insbesondere für Brandy de Jerez), war man nun gezwungen in moderne Technologie zu investieren um Konkurrenzfähig zu bleiben.

Die wichtigsten DOs von Castilla-La Mancha (insgesamt sind es 8) sind:

  • La Mancha
  • Valdepenas
  • Vinos de Madrid
  • Manchuela

Das bei weitem größte Abaugebiet Spaniens ist die DO La Mancha. 187.000 Hektar stehen hier unter Reben, am häufigsten ist die hitzebeständige Airén, die eher Geschmacksneutral ist und aus der frische Weißweine bereitet werden können. Inzwischen nehmen die Bestände dieser Sorte allerdings wieder ab, da die Behörden Erzeugern andere Sorten nahelegen wie bspw. Verdejo. Daneben aber werdn auch Cencibel (Tempranillo), Cabernet Sauvignon, Syrah und Chardonnay empfohlen. So hat sich seit Ende der 1990er-Jahre La Mancha durch stetigen Wechsel von weißen zu roten Sorten ebenso dramatisch verändert wie die übrige spanische Weinlandschaft. 2005 waren bereits mehr als 1/3 aller Erzeugnisse rot (wenn auch häufig aus preiswerten Tropfen von Cencibel).

In La Mancha wurde außerdem auch der Trend zu Spitzenweinen von Einzellagen (sogenannte „pagos“) begründet und bes heute sind in der Region die meisten der Güter versammelt, die Weine der Qualitätsstufe „Vino de Pago“ erzeugen. In Zentralspanien herrscht ein extremes, aber voraussehbares Klima. Deshalb könne Önologen die Weine durch Anpassung des Lesezeitpunktes und durch Gärregulierung „entwerfen“. Dem widersetzen sich die kleinen Produzenten von pagos. Auf Versuchspflanzungen werden französische und lokale Sorten bis dato ungeahnte Nuancen entlockt.

Südlich von La Mancha und 160 Kilometer von Madrid liegt die Qualitätsenklave DO Valdepenas, das „Tal der Steine“. Klimatisch ist sie ihrer größeren Nachbarin gleichgestellt, in puncto Qualität allerdings überlegen: Valdepenas hat nur 25 Produzenten im Industriemaßstab und produzierrt mehr Grand Crus als Rioja, d.h. Valdepenas ist der größte Gran Reserva-Produzent der Welt (allerdings fehlt ihnen die Größe der besten Gewächse aus Rioja oder Ribera del Duero).

Vergor man früher den Rebensaft wie in Valencia in hohen „tinajas“ aus Ton, läßt sich mit modernen Methoden aufzeigen, wie viel besser Wein ausfallen kann: Erzeuger wie Los Llanos oder Félix Solís areiten nur mit Kaltvergärung und Eichenausbau. Los Llanos ist das erste Gut von Valdepenas, das selbst abfüllte – hauptsächlich Cencibel (Tempranillo). Die fassvergorenen Reservas und Gran Reservas setzten Maßstäbe. Félix Solís ist ein 1.000-Hektar-Gut in Familienbesitz und vor allem für den günstigen Vina Albali Reserva bekannt. Das dynamische Unternehmen hat einen neuen Zweig namens Pago de Rey eingerichtet, der Bodegas in Rioja, Rueda, Toro und Ribera del Duero kauft.

Wie in La Mancha ist auch in Valdepenas Airén die verbreitetste Sorte, während Rotweine überwiegend von Cencibel erzeugt werden, entweder reinsortig oder im Verschnitt mit internationalen Sorten. Die Weinstile rangieren von fruchtig bis konzentrierter und in Eiche gereift (es handelt sich bisweilen um alkoholstarke, aufgrund des Eichenholzeinsatzes und der damit verbundenen Röstaromen fast „verbrannte“ Rotweine).

Die DO Vinos de Madrid umfasst insgesamt 14.000 Hektar und 3 Subzonas, u.a. San Martin, die sich in das Zentralgebirge zieht (Sierra de Gredos). Hier, unter den nur 45 Erzeugern, findet man die größte Kozentration an „durchgeknallten“ Weinmachern (wie im Priorat) und „die feinsten Garnachas der Welt“ (David Schwarzwälder), bspw. von Bernabeleva, Jiménez-Landi und Maranones.

Die DO Manchuela befindet sich östlich von La Mancha. Auf den 4.000 Hektar werden Weißwein und Rotwein erzeugt. Die Finca Sandoval machte sich mit Syrah-Monastrell-Verschnitten, aber auch mit der lokalen Bobal einen Namen. Das 2001 gegründete Gut hat nur 11 ha und liegt auf einem Hochplateau mit Kalkablagerungen. Häufiger Eichenholzausbau (französische Eiche) charakterisiert ihre Weine.

Extremadura

Westlich der La Mancha, an der portugiesischen Grenze, liegt die Extremadura („Jenseits des Duero“), das für schlichte, alkoholstarke und körperreiche – „warm gewachsene“ – Tempranillos bekannt war, der hier auf den insgesamt 80.000 Hektar dominiert.

Einzige wichtige DO in der auch vielsprechende Weine produziert werde ist die DO Ribera del Guadiana mit 26.000 ha Rebfläche, insbesondere in der Subzone Tierra de Barros. Früher dominierten hier Weißweine, doch eignen sich Böden und Klima wesentlich besser für Rotwein, obwohl man aufpassen muß, daß die Beeren nicht zu reif werden.

Auch in Pago los Balancines (von Pedro Mercado) wird ernstzunehmender Wein produziert. Es befindet sich auf einem Hochplateau mit sattrotem Boden aus Ton und Kalk, das den winterlichen Regen drainiert und die Reben im Sommer mit Feuchtigkeit versorgt. Hier herrscht eine hohe Kontinentalität: 45 Grad im Sommer, nur 8 Grad Nachts, sowie stetiger Wind vom Atlantik, der die Hitze mässigt und vor Krankheiten schützt.

Alle Sorten (Tinta Roriz, Alicante Bouschet, Garnacha, Tintotera, Cabernet Sauvignon, Touriga Nacional, Nrunal, Graciano, Petit Verdot, Syrah) werden biologisch angebaut, nicht künstlich bewässert und im Gobelet-Schnitt erzogen (auch Syrah, die Erziehung braucht und deshalb am Pfahl niedrig gehalten wir). Pro Hektar werden gerade einmal 1.500 kg Trauben gelesen.

Andalusien

Sherry mag der bekannteste „Vino generoso“ Andalusiens sein, der einzige ist er aber nicht. Denn daneben gibt es noch folgende DOs für trockene Stillweine in der Region:

  • Málaga
  • Sierras de Málaga
  • Montilla-Moriles
  • Condado de Huelva

In Andalusien wird auf 34.500 Hektar Wein angebaut, 20.000 davon sind als DO klassifiziert. Produziert wird dabei nicht nur Sherry, sondern auch ungespriteter, trockener und süßer Wein. Der Schlüssel zur Bereitung von Weinen, die zugleich mit Frische und südlicher Reife aufwarten können, ist wie überall in Spanien die Höhenlage: Ein nur wenige Kilometer vom Meer entfernter Weinberg kann bereits 800 Meter hoch liegen und in den Genuß von überaus heißen Tagen, aber auch kühlen Nächten kommen.

Grundsätzlich herrscht in Andalusien (insbesondere in Jerez) ein warmes, mediterranes Klima, in den Weinbergen nahe der Atlantikküste ist es dabei etwas kühler, da hier der feucht-kühle Westwind, der „poniente“, stärkere Wirkung zeigt. Gelegentlich bringt der heiße, trockene „Levante“ aus dem Osten brütende Hitze und Trockenheit. Diese starke Hitze kann bei den Reben starken Stress verursachen und die Trauben schädigen.

Aufgrund der küstennahen Lage gibt es im Vergleich zu vielen anderen Regionen Spaniens viel Niederschlag – bis zu 600 mm/Jahr. Während der Wachstumsperiode regnet es jedoch selten, und es liegt vor allem an den Böde, den kreidehaltigen, weißen „Albariza“-Böden, daß die Reben hier gedeiehen können. Aufgrund seines hohen Kreide- bzw. Calziumcarbonat-Anteils sorgt Albariza für guten Wasserabzug, ist zugleich aber tiefgründig genug, um ausreichend Feuchtigkeit zu halten, was während der trockenen Sommermonate das Überleben der Reben sichert. Damit er im Herbst und Winter möglichst viel Wasser speichert, gräbt man nach dem Ende der Lese zwischen den Rebzeilenn rechteckige Mulden, in denen sich das wertvolle Nass sammeln kann. Im Frühjahr wird die Erdoberfläche wieder geglättet. Dem Wasserhaltevermögen kommt im Sommer entgegen, daß die Oberfläche dann zu einer harten Kruste erstarrt, die die Verdunstung stark mindert (Böden reissen nicht auf wie Lehm, der sich erst in 30-40 cm Tiefe unterhalb des Kalkbodens befindet).

Albariza-Böden (Muschelkalk wie in der Champagne) sorgen für eine markante Mineralität. Klassifiziert werden die Anbaugegenden nach der Qualität der Bodenformation: Am besten sind die weißen Albariza-Böden, am berühmtesten die pagos (Distrikte) von Carrascal, Macharnudo, Anina und Balbaina. Einige Rebflächen erstrecken sich auf „barros“ (dunklem Land) und Sand (Salzmarschen am Guadalquivir-Fluß) und liefern zweitklassige Weine für den Verschnitt, wenngleich sandige Küsten Weinberge der Moscatel-Reben mitunter durchaus behagen.

Früher galt die DO Málaga nur für den in winzigen engen bereiteten gleichnamigen Wein: Für ihn war vorgeschrieben, daß das gesamte Lesegut nach Málaga gebracht werden musste, um in den dortigen Bodegas zu reifen. Zum Süßen und Reifen bzw. Konzentrieren der Weine wendet man unterschiedliche Verfahren an: Die einen trocknen die Beeren in der Sonne, die anderen Kochen den Most zu „arrope“, wie in Jerez, einem zum Süßen eingesetzten Traubenmost. Die feineren Verteter reifen wie Sherry in der Solera, befinden sich stilistisch aber eher im süsseren Spektrum: Málaga wird für gespritete Weine mit 15-22 Vol. % Alkohol und für natürliche Süßweine mit über 13 Vol. % Alkohol verwendet, für deren Zucker- und Alkoholgehalt allein die Sonne verantwortlich ist. (Telmo Rodriguez hat erst vor kurzem einen alten Moscatel-Weinberg in der Region wieder hergerichtet.)

Seit 2001 gibt es Málaga auch eine eigene DO für trockene Weine unter 15 Vol. %: die DO Sierras de Málaga. Als dynamischster Unterbereich gilt die Umgebung von Ronda, wo neben internationalen Rebsorten auch Pedro Ximenez, mehrere Moscatel-Sorten und Macabeo für Weißwein angebaut werden.

Im Anbaubereich DO Montilla-Moriles wird auf einer Rebfläche von 6.500 Hektar Süßwein vornehmlich aus der Rebsorte Pedro Ximénez (PX) produziert, der auch nach Jerez exportiert wird. Pedro Ximénez eignet sich wegen seiner dünnen Schalen bestens zum Trocknen in der Sonne und ist deshalb bestens für die Verwendung von süßen Weinen geeignet. Außerdem wirft PX im Unterschied zu Palomna geringere Erträge ab und erbringt Weine von höherem Alkoholgehalt sowie etwas niedrigerer Säure. Die besten PX werden oft in tinajas vergoren und entwickeln dieselbe Florhefe wie Sherry.

In der DO Huelva nördlich von Jerez an der Küste nahe der protugiesischen Grenze werden leichte Weißweine aus der Zalema-Traube hergestellt.

Kanaren

Die Kanaren sind eine Inselgruppe westlich von Afrika auf der Höhe der Sahara, am äußersten Rand der Klimazone, die sich für Weinbau eignet. Ständig weht ein kräftiger Wind und die Sonne brennt das ganze Jahr gnadenlos.

Trotzdem wird auf vier der sieben Vulkaninseln vor der Küste Marokkos derzeit Wein im DO-Format produziert (La Palma, Lanzarote, La Gomera, Tenerifa und als Landweinproduzent: El Hierro). Die Rebstöcke auf den Kanaren haben nie eine Reblaus gesehen, denn sie wachsen hier auf einer 40-120 cm dicken Ascheschicht, die im Fall von Lanzarote von der letzten großen Eruptionsphase der Vulkane der „Montana del Fuego“ zwischen 1730 und 1736 stammt. Die Lavaströme bedecken damals fast 1/4 der Insel und bildeten einen außergewöhnlich fruchtbaren Boden. (So haben die Kanaren auch eine eigene Geschichte süßer Weine, wie schon im Essay falstaff angedeutet.)

Um die Reben vor dem ständigen Wind zu schützen haben die Winzer eine einzigartige Technik entwickelt: Sie graben für jeden Rebstock einen kleinen trichterförmigen Krater in die Vulkanasche, bis sie auf den extrem fruchtbaren Boden stoßen. Die Rebe in der Mulde wird zusätzlich durch ein halbmondförmiges Mäuerchen geschützt. Da es auf Lanzarote über eine halbe Million Rebstöcke gibt, sind ganze Landstriche mit diesen kleinen Kratern übersät – ein gewaltiger Aufwand für die Winzer, die das fast ausnahmslos alle in ihrer Freizeit machen. (Kanarischer Wein wird praktisch nicht exportiert.)

Auf Lanzarote gibt es keine einzige Quelle und es fallen nur 130-150 Liter Regen pro Quadratmeter im Jahr. Trotzdem gelingt der Weinbau auch ohne Bewässerung. Und zwar deshalb, weil die schwarze Vulkanasche, auf der die Reben stehen, Nachts den Sprühnebel bzw. die nächtliche Tröpfchenbildung „auffängt“. Durch dieses Phänomen, das die Winzer vor Ort als „magische Nächte“ bezeichnen, nimmt der Boden genügend Feuchtigkeit auf um das Überleben der Rebstöcke zu gewährleisten.

Am besten wachsen auf den insgesamt 15.000 Hektar die vollen, zitrustönigen Weißweine aus einheimischen Trauben wie Marmajuelo und Gual.

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