Weinglossar

Saale-Unstrut

Die 735 Hektar Anbaufläche von Saale-Unstrut liegen am 51. Breitengrad. Damit ist das Anbaugebiet das nördlichste Qualitätsanbaugebiet Deutschlands (genau gesagt ist es der „Werderaner Wachtelberg“ bei Potsdam).

Kontinental geprägtes Klima sorgt für finessenreiche Weine mit deutlicher Säure, das heißt die Weine von Saale-Unstrut sind traditionell trocken. Angebaut werden auch insbesondere Weißweine: 75 Prozent der Weine sind Müller-Thurgau, Weißburgunder, Riesling und Silvaner. Dornfelder und Portugieser bilden den Rest.

Ein Großteil der Rebfläche, nämlich 600 Hektar, liegen in Sachsen-Anhalt um Freyburg und Naumburg (zwischen Halle und Weimar). Drei Bereiche finden sich hier:

  • Schloß Neuenburg
  • Thüringen
  • Mansfelder Seen

Alle liegen im Schutz von Harz und Thüringer Wald und zählen mit nur 500 Milimeter Regen zu den trockensten. Hier herrscht eine hohe Frostgefahr im Winter und im Frühjahr (1986/87 erforen die meisten Stöcke, neue wurden angepflanzt), dazu kommen starke Temperaturschwankungen, die zu einer natürlichen Ertragsreduktion führen: Weinbau braucht geschützte Lagen mit besonderen Mikroklimata.

Bundsandstein ist ein guter Wasserspeicher und Muschelkalk kann ausgezeichnet Wärme halten. Sie ermöglichen den Anbau von rund 30 zugelassenen Sorten.

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