Weinglossar

Ahr

Die 550 Hektar der Ahr sind das Anbaugebiet insbesondere für Früh- und Spätburgunder neben etwas Riesling und Portugieser. Dem Schutz der Eifel, der hitzestauenden Enge des Tals, verdankt das Ahrtal das warme Mikroklima, ideal für Spätburgunder.

Spätburgunder wird erst nach dem Dreissigjährigen Krieg angebaut. Die Römer haben zunächst Weißwein gepflanzt (sogenannten „Ahrbleichert“).

Südlich von Bonn fließt die Ahr in den Rhein. Auf einer Länge von 89 Kilometer durchfließt er Weinorte wie Altenahr, Mayschoß, Rech, Dernau, Walporzheim und Heimershaeim. An manchen Stellen ist das Tal nur 70 Meter breit.

Das Klima ist vergleichsweise mild (9,8 Grad Celsius durchschnittlich, 650 Milimeter Regen) – auch wenn die Frühjahrsmonate Frostgefahr bergen. Ansonsten ist das Tal Teil des Rheinischen Schiefergebirges, das Wärme perfekt speichert. Andere Bodenarten sind Vulkangestein, Grauwacken, Lösslehm und Kies. Ab Ahrweiler weitet sich das Tal, hier gibts fruchtbaren Löss, der die Flussterrassen überzieht.

Hauptsächlich wird Rotwein angebaut (85 Prozent), über 60 Prozent Spätburgunder. Er zeigt Aromen von Kräutern, dunklen Beeren und mineralische Noten.

Nach dem Wiener Kongress wurde das Ahrtal im Jahr 1815 Preussen zugesprochen. Nun wurden Importe französischer Weine teuer (zuvor hatten die Franzosen das Land besetzt) und der rote Ahrwein beliebt.

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