Weinglossar

Scheurebe

Die Sauvignon-Blanc-artige Scheurebe ist 1916 vermutlich aus einer Kreuzung aus Riesling und einer unbekannten Wildrebe entstanden. Ihren Namen hat sie von ihrem Züchter Georg Scheu aus Alzey in Rheinhessen. Anerkennung fand sie in den 1950er-Jahren, als es gelang, BA und TBA von der Scheurebe zu erzeugen (Weine von der Scheurebe werden fast ausschließlich als Prädikatsweine angeboten). Sie boomte in den 1970er-Jahren, inzwischen sind in Deutschland noch 1.600 ha damit bepflanzt, wovon 900 ha in Rheinhessen stehen und 400 ha in der Pfalz.

Die aromatische Scheurebe stellt an den Standort beinahe ebenso große Ansprüche wie der Riesling und kommt gut mit Lössböden zurecht und gedeiht auch gut auf kalkhaltigem Untergrund. Die Traubenreife wird kurz vor dem Riesling erreicht, der Säureabbau in den mittelgroßen Beeren beginnt relativ spät. Entsprechend hat sie eine anregende Säure, rosenduftiges Bukett und feinfruchtige Süße.

Zurück zum Essay rauschgift.

navipfeil nach oben
Standard