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Elbling

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Der Elbling gehört zu den ältesten kultivierten Weißweinreben Europas. Die Römer nannten ihn wohl „Vitis Alba“, die „Weiße Rebe“. Sprachforscher nehmen an, daß sich aus dem Wort „alba“ üer die Begriffe „Alben“ und „Elben“ die Bezeichnung „Elbling“ formte. Bei Historikern überwiegt die Ansicht, daß die Römer den Elbling schon vor 2000 Jahren nach Deutschland brachten. Man nimmt an, daß die Abschaffung der Zehntweine den Rückgang des Elblings begünstigte. Heute ist er in der deutschen Weinlandschaft eine Spezialität, die fast ausschließlich an der Obermosel bei Trier angebaut werden darf, wo er mit 560 ha immerhin drittwichtigste Rebsorte ist.

Die an der Obermosel vorherrschenden Muschelkalkböden weisen auf den von der Rebsorte bevorzugten Standort von Elbling hin. Wenngleich die frühreifende Sorte keine großen Ansprüche an den Standort stellt, so erhält sie auf Muschelkalk doch am besten ihre typische Frische: Elbling hat eine Säure, die etwa auf Riesling-Niveau liegt, aber etwas weicher ausfällt. Er ist damit ein guter Sektgrundwein (80 % der Elblingproduktion werden auch zur Versektung verwendet). Eher kaum zu finden ist die Mutation „Roter Elbling“ – ebenfalls ein Weißwein.

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